AYURVEDA - Gesundheitslehre Heilung, Medizin, Therapie, Wellness

Woher stammt Ayurveda

Diese Gesundheitslehre stammt aus dem Gebiet des Himalajas und hat seine Ursprünge in der altindischen Weltanschauung. Übersetzt bedeutet Ayurveda "Wissen vom langen Leben", und es wurde bereits in den vedischen Schriften erwähnt, die etwa 2.500 Jahre vor unserer Zeitrechnung entstanden sind. Ayurveda soll - der Überlieferung nach - göttlichen Ursprungs sein und beschäftigt sich sowohl mit der Gesundheit als auch dem tieferen Sinn des Lebens. Krankheiten folgen einem Muster: Sie dringen von außen in den Körper ein, daher ist die Reinhaltung der Körperöffnungen von elementarer Bedeutung. Somit sind auch Hygiene- und Präventionsmaßnahmen von äußerster Wichtigkeit. Zusätzlich dazu beinhaltet die Ayurvedalehre verschiedene Diagnose- und Therapiemöglichkeiten sowie eine eigene Medikamentenlehre. In Indien werden übrigens zwei Drittel der Bevölkerung nach dieser Lehre behandelt, wobei es verschiedene Fachgebiete - analog zu den in unseren Breiten bekannten Fachärzten - gibt.
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Wie erfolgt die Diagnose?

Grundlage sind die fünf Elemente Erde, Wasser, Feuer, Luft und Raum, die auch als "Doshas" bezeichnet werden. Nur dann, wenn diese im Einklang sind, ist der Mensch gesund. Ist dieses Gleichgewicht gestört, so sendet der Körper Signale, die sich - wenn nicht rechtzeitig gegengesteuert wird - zu Krankheitssymptomen entwickeln können. Zu Beginn der Behandlung erstellen die Ayurveda-Ärze eine Diagnose, die sie mittels Sehen, Riechen, Hören, Tasten und Fragen erheben. Dazu zählen die Pulstastung und die Analyse des "Prakriti", der Ursubstanz des Menschen.

Welche Behandlungsmethoden und Anwendungsgebiete gibt es?

Wenn die Balance gestört ist, gibt es zahlreiche Therapiemöglichkeiten wie zum Beispiel Ölmassagen, Bäder oder Fastenkuren. Aber auch ausleitende Verfahren wie Aderlässe, Einläufe oder Erbrechen kommen zur Anwendung, wobei die Behandlung in der Regel durch verschiedene Meditationen oder Farb- und Musiktherapie ergänzt wird.Viele Therapeuten sind davon überzeugt, dass Ayurveda bei allen Beschwerden hilfreich ist, wobei akute oder psychische Erkrankungen ausgeklammert und an die Schulmedizin verwiesen werden.

In Europa gelangt diese Behandlungsmethode vor allem bei psychosomatisch bedingten oder chronischen Erkrankungen zum Einsatz. Mit den oben dargestellten Therapiemöglichkeiten wird versucht, Doshas, die nicht mehr harmonieren, ins Gleichgewicht zu bringen und die Störungen dadurch zu beseitigen. Aber auch präventiv ist Ayurveda wirksam: Studien haben belegt, dass Personen, die mindestens fünf Jahre lang Ayurveda praktiziert haben, im Vergleich zum Rest der Bevölkerung seltener ins Krankenhaus eingewiesen wurden.

Interessant daran ist auch, dass - entgegen der sonstigen Entwicklung - Menschen über 40 Jahren, die sich mit Ayurveda beschäftigt haben, um fast 80 % gesünder warenals andere. Obwohl die Anhänger der klassischen Medizin nach wie vor klinische Beweise einfordern, steht die Erforschung der verwendeten Präparate noch ganz am Anfang, sodass es dazu noch keine abschließende wissenschaftliche Meinung gibt. Es ist allerdings eine Tatsache, dass sich durch Ayurvedaanwendungen objektiv messbare Blutbefunde verbessern lassen.

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Ist die Behandlung mit Risiken verbunden?

Grundsätzlich sei gesagt, dass Ayurveda auf keinen Fall als einzige Therapie bei hartnäckigen Beschwerden dienen sollte, sondern dass es allenfalls als Ergänzung zur klassischen Behandlung zu sehen ist. Dabei hat es allerdings durchaus seine Berechtigung, und wenn es um den Wellness-Faktor geht, ist Ayurveda fast nicht zu schlagen!